In Israel, dessen Bodenareal zu 60% aus Wüstengegenden besteht, regnet es durchschnittlich nur an 50 Tagen im Jahr. 35% dieses Regenwassers fließen in den See Genezareth und in unterirdisches Grundwasser, 60% verdunsten, und 5% fließen ins Mittelmeer.
Dementsprechend ist die Ressource Wasser nicht erst seit den extrem geringen Niederschlägen der vergangenen Jahre ein Thema von höchster Priorität.
Die seit 1998 bis heute anhaltende Trockenheit, der größten seit den ersten Messungen 1937, sowie der durch die wachsende Bevölkerung gestiegene Wasserbedarf haben trotz verschiedener Maßnahmen zu einer akuten Wasserknappheit in Israel geführt.
Als Israels größte Umwelt- und Aufforstungsorganisation ist es dem Jüdischen Nationalfonds - Keren Kayemeth LeIsrael (JNF-KKL) ein vordringliches Ziel, mit dem Bau von weiteren Wasserreservoiren eine langfristige Lösung zur Nutzung und Maximierung aller vorhandenen Wasserressourcen zu schaffen.
Ohne Wasserreservoire würde beispielsweise in der Wüste Negev die jährliche Niederschlagsmenge von nur 50 - 250 mm (zum Vergleich: Schwarzwald 1.600 mm) ungenutzt ins Tote Meer fließen oder verdunsten. Zudem läßt die geringe Durchlässigkeit des Bodens nur einen kleinen Teil dieser Niederschläge ins Grundwasser gelangen. Die Renaturierung von Flüssen (Reinigung, Drainage, Uferbegrünung) und die Errichtung von Wasserreservoiren unterschiedlichster Art und Größe gehören zu den umfangreichen Aufgaben des JNF-KKL.
Ob zum Auffangen von Flutwasser und abfließendem Oberflächenwasser oder zum Aufbereiten von Abwässern: Zusammen decken die durch den JNF-KKL angelegten 120 Wasserreservoire mit mehr als 100 Mio. Kubikmetern Wasser bereits 6% des jährlichen Wasserverbrauchs in Israel. Angesichts des aktuellen Wassernotstandes und dem nicht abzusehenden Ende der Trockenperiode beschloss der JNF-KKL Ende 1999 die Errichtung weiterer 100 Wasserreservoire in den nächsten fünf Jahren.
