



1926 in Gelsenkirchen geboren, lange Zeit in Münster lebend, war Judith Pins 1946 bis 1947 Malerin im Studio Hede Lengerich, arbeitete an Scherenschnitten und Entwürfen von Kinderbüchern. 1956 wanderte sie mit ihrem Mann Helmut nach Australien aus, betrieb dort zwei Jahre ein Cafe in Sydney, wo sie auch an der National Art School studierte. Von 1962 bis 1966 studierte und arbeitete Judith Pins mit Prof. M. Feuerring, ebenfalls in Sydney. Im Jahre 1968 wanderte sie mit ihrem Mann nach Israel ein und studierte zunächst Lithografie an der Universität Haifa. Im Künstlerdorf Ein Hod nahm sie an Mosaikarbeiten teil, war 1972 und 1973 Lehrerin für Malen, Zeichnen und Historie im Kulturzentrum von Karmiel, wo sie 1991 Ehrenbürgerin wurde.
Ihre Zeichnungen „Buchstaben des Lebens“ erschienen in einer ersten Auflage 1989, in einer weiteren 1997. Friedrich Weinrebs Schriften hatten sie zu einem Zyklus von Zeichnungen angeregt, denen sie eine knappe Zusammenfassung seiner Texte gemäß ihrem eigenen Verständnis beigegeben hat. „Die wiedergefundene alt-jüdische Überlieferung hat meine Phantasie angeregt und diese Buchstaben-Serie entstehen lassen. Sie haben sich nach meinem Verstehen und Gefühl selbst gezeichnet, ich konnte ihnen nur meine Hand leihen.“
Judith Pins lebt und arbeitet heute im Moschaw Regba nahe Nahariya, wo die Teilnehmer unserer diesjährigen Pflanzreise sie kennenlernen durften. Frau Pins überreichte dem JNF-Deutschland als Abschiedsgeschenk einige ihrer Sammelmappen mit den Zeichnungen der 22 Buchstaben des hebräischen Alphabeths, dem Alef-Bet.
„Aus der Welt der Stille, des Schweigens, der Ewigkeit, aus der Welt die war, die ist, die sein wird kommen die Buchstaben zu uns. Nur durch die Buchstaben wissen wir von der Ewigkeit, vom Garten Eden, von unserem Fall und vom Weg zurück. Sie erzählen uns von der Entstehung und der Geschichte unserer Welt.“ „Aber erst unser Leben formt die Buchstaben zu Worten, wodurch sie wirklich zu „Buchstaben des Lebens“ werden.“ Mit diesen Worten beschreibt Judith Pins ihre Beziehung zum Alef-Bet und zu ihrer uns vorliegenden Arbeit.
Sie können einzelne der Zeichnungen oder auch eine komplette Sammelmappe, solange vorrätig, erwerben. Ob Sie sich damit selbst oder einem lieben Menschen eine Freude machen möchten, sie unterstützen gleichzeitig die Arbeit des Jüdischen Nationalfonds, wie es der Wunsch der Künstlerin ist.
Die Zeichnungen haben die Maße 18 x 25 cm und sind gedruckt auf beigem Karton im Format 24 x 33,5 cm. Die Einzelzeichnung hat einen Wert von 25 Euro, die Sammelmappe einen Wert von 500 Euro. Der Erlös wird einem KKL-Projekt des Seniorenzentrums im Moschaw Regba zugute kommen.
Lassen Sie nun die Zeichnungen und Texte auf sich wirken. Wir wünschen Ihnen viel Freude dabei.
