Reiseberichte

Archäologische Reise der Deutschen Freunde von JNF-KKL

"Mein hervorragender Eindruck meines ersten Besuches in Israel ist das faszinierende Phänomen wie Symbole und Tradition in Alltagsleben integriert sind. In erster Linie beziehe mich ich auf die Tradition des Pflanzens der Bäume, mit seiner ganzen Bedeutung und Verästelung", verriet Professor Berndt Ostendorf, aus München, ein Experte für amerikanische Geschichte. Professor Ostendorf ist eines der Mitglieder einer Delegation der Freunde von JNF-KKL aus der Münchner-Region, die in Israel ankam, um die historischen/archäologischen Fundstätten und die JNF-KKL Projekte zu besuchen.

Der Besuch der Gruppe in Israel fing mit der Einweihung des Hains in Erinnerung an David Heimann, am Shehumit Hügel in Kiryat Shemona, einer Spende von Wolfgang Hirsch an, die er im Gedenken an die Familie seines Großvaters ins Leben rief. Herr Hirsch, der den Holocaust in Schweden überlebte und nach Deutschland 1974 zurückkam, verkaufte seine Aquarelle, um diesem speziellen Beitrag für den Hain zu ermöglichen. Er wollte wirklich sehr gerne in Israel an der Einweihungszeremonie teilnehmen, aber sein gesundheitlicher Zustand mit 84 Jahren hat es leider nicht erlaubt. Ein Mitarbeiter von JNF-KKL Berlin, empfing die Urkunde in seinem Namen und wird sie ihm in Deutschland feierlich übergeben.

Die Plakette zu Ehren Herrn Hirschs Spende verbindet die vielen anderen Plaketten im Haus der Anerkennung im Shehumit Hügel, die den Beitrag der Freunde von JNF-KKL aus Deutschland und aus der ganzen Welt gedenken, die geholfen haben, die Wälder Nordisraels nach dem zweiten Libanon Krieg wieder herzustellen. Der Hügel Shehumit ist ein ausgezeichneter Platz für die Spenderanerkennungstafeln, da er eine hervorragende Aussicht des Gebirgszugs über Kiryat Shemona bietet und die Wälder umgibt, die unten während des Krieges niedergebrannt wurden. Dieser Abschnitt konnte durch die vielen großzügigen Spenden aus der ganzen Welt wieder hergestellt werden.

Nach einigen Reisetagen durch die Golanhöhen, Bet Shean, Tzefat, Acco und anderen Sehenswürdigkeiten, kam die Gruppe in der Jerusalemer Region an, wo sie an der traditionellen Baumpflanzungszeremonie teilnahmen. Sie freuten sich Eichensetzlinge und umgebende Rosmarinbüsche in den bloßen Räumen des Aminadav Waldes zu pflanzen.

Während der Morgenstunden nahm jedes der 35 Gruppenmitglieder einen zarten Schössling in seine Hände und alle lasen zusammen das Gebet zur Pflanzung von Bäumen. Dann pflanzten sie die Setzlinge in die dafür vorher zubereiteten Löchern und machten Fotos von diesem besonderen Moment.

Für ungefähr die Hälfte der Gruppenteilnehmer war dies ihr erster Besuch in Israel und ihre erste Begegnung mit JNF-KKL und seinen Tätigkeiten.

Eine Reiseteilnehmerin war erstaunt zu sehen, was JNF-KKL alles erreicht hat. Nicht nur hinsichtlich beim Kauf von Land und der Wiederaufforstung, sondern auch im Hinblick auf die landwirtschaftliche Forschung & Entwicklung sowie die Wassererhaltung in solch einem trockenem Teil der Welt wie den Mittleren Osten zu ermöglichen.

Alle Teilnehmer waren sich einig: es war eine durch und durch gelungene Reise.