
Benannt nach dem biblischen Vater vom Stamm Judaa liegt der Aminadav Wald auf der Salomon-Soreq Bergkette westlich von Jerusalems Nachbarort Qiryat Hayovel. Dank seiner Nähe zu Jerusalem ist er zu einem Magnet für Tagesausflügler aus der Hauptstadt und von weiter her geworden.
Der KKL betreut den Aminadav Wald und verfolgt im Rahmen einer Kampagne die Entwicklung eines außergewöhnlichen Aktiverholungsgebietes, dass den Besuchern unzählige Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung bietet.
Besonders für Kinder und Jugendliche bietet der Wald eine Vielzahl von Aktivitäten: Orientierungsläufe, Schatzsuchen, Jugendtreffs, Camping, Lagerfeuer, Spielplätze & Piknickgebiete. Besucher aller Altersklassen haben hier die Möglichkeit den Wald auf eine neue Art zu erleben.
Der KKL unterstützt die Entwicklung des Aminadav Waldes und sichert damit die Pflege und den Erhalt antiker, landwirtschaftlicher Überreste, die Planung von Rad- & Orientierungspfaden und vieles mehr. Ein zentrales Ziel ist die Gewährleistung eines unkomplizierten und schnellen Portals zur Natur für die Bewohner Jerusalems.

Zwölf Millionen Menschen, Israelis und Touristen, besuchen jährlich die populären KKL-Wälder, Parks und Erholungszentren. Damit auch behinderte Menschen Zugang zu den Waldeinricht-ungen haben, hat der KKL in den letzten Jahren beachtliche Mittel aufgewendet.
Nachdem Dank Ihrer großzügigen und unermüdlichen Hilfe eine Spielstätte im „Park der unsterblichen Kinder“ errichtet werden konnte, wird der JNF-Deutschland e.V. im zweiten Abschnitt des Aminadav-Projektes eine Behinderten gerechte Waldpromenade errichten.
Ein etwa zwei Kilometer langer gewundener Ringweg wird unter Berücksichtigung des Gefälles asphaltiert. Beide Seiten des Weges werden mit Stützmauern und Geländern versehen. Die Stützmauern als Begrenzung ermöglichen auch blinden Menschen einen Spaziergang durch den Wald aus Kiefern, Zypressen und Naturwald. Am Eingang zum Pfad wird es einen asphaltierten Parkplatz und einen Picknickplatz, ebenfalls Behinderten gerecht, geben. Archäologische Überreste werden freigelegt, Grillvor-richtungen, Holzbänke und Abfallkübel aufgestellt. Es werden Informationstafeln nicht nur auf Hebräisch und Englisch, sondern auch in Blindenschrift angebracht.
Die behinderten Menschen können so teilhaben am Erlebnis eines Spaziergangs durch den Wald. Sie werden die Bäume entlang des Wegs berühren, die Geräusche und Gerüche des Waldes in sich aufnehmen.
Eine Würdigungstafel wird darauf hinweisen, dass dieses Projekt durch Spenden aus Deutschland realisiert und damit erneut eine Brücke zu Israel gebaut wurde.
Nach
einer in den Jerusalemer Bergen regenreichen Woche versammelte sich die
Pflanzreisegruppe an einem schönen sonnigen Morgen, um den ersten Teil
des „Parks der unsterblichen Kinder“ einzuweihen. Die Erinnerungsstätte
im Aminadav-Wald nahe Jerusalem ist den Kindern gewidmet, die seit der
zweiten Intifada durch gezielte Terroranschläge ihr junges Leben lassen
mussten. Dieser erste Abschnitt trägt den Namen „Platz des Felsens“, in
seiner Mitte steht eine Steinskulptur des Künstler Dror Eshed. Der in
einem übergroßen Sandkasten platzierte Kletterfelsen ist etwa 6 m lang,
3 m breit und 2,5 m hoch und bietet den Kindern zahlreiche natürliche
Spielmöglichkeiten. Dass diese Kinder für Augenblicke den bedrückenden
Terror vergessen können, ist das Ziel dieses Projektes und der Wunsch
der deutschen Spenderinnen und Spender.
Neben den Mitarbeitern des KKL-Jerusalem, Herrn Avi Dickstein, Frau Jana Marcus und Frau Chedwa sowie Herrn Dror Eshed kamen als Ehrengäste der Einweihungszeremonie Herr Rudolf Dressler, deutscher Botschafter in Israel sowie Herr Yehiel Leket, der KKL-Weltvorsitzende.
Durch Vogelgezwitscher untermalt spielte ein Geiger auf, während der deutsche Botschafter die Gedenktafel enthüllte. In seinem Grußwort sagte er: „Dies ist ein kleiner Stein im Mosaik, aus dem die Brücke zwischen Deutschland und Israel gebaut ist, eine Brücke, die wir zusammen bauen und festigen. Ich danke allen deutschen Spendern, dass Sie dieses Projekt als Ausdruck Ihrer Solidarität verwirklicht haben.“ Auch Herr Leket sprach über die Besonderheit zwischen den Bürgern Deutschlands und Israels und darüber, welche Rolle der JNF-KKL spielt, um die Wurzeln dieser Beziehung zu vertiefen. Als Zeichen des Dankes für sein stetiges Engagement und der wichtigen Arbeit am Bau dieser „Brücke“ überreichte er Herrn Dressler die Urkunde zum Eintrag im Goldenen Buch des KKL.
Als Repräsentant der Pflanzreisegruppe sagte Pfarrer Gerhard Riegel, der – u.a. mit der JNF-Pflanzreise – zum 24. Mal nach Israel gekommen war: „Jeder Israelbesuch gestaltet sich interessanter und interessanter. Jedes Mal sieht man neue Dinge – das Land verändert sich in jedem Moment. An einer Stätte, an der vor Jahren noch nichts war, steht heute eine neue Ortschaft; wo früher Wüste war, gibt es jetzt einen großen Wald.“ Er sprach über das Wunder, wie durch die Arbeit des JNF-KKL und der Bürger Israels dieses Land immer ein Stückchen grüner wird. Alle Anwesenden dieser ergreifenden Einweihungszeremonie richteten ihre dankbaren Worte an die Freunde des JNF-Deutschland, die dazu beitragen, diesen ruhigen Ort im Aminadav-Wald zu schaffen in der Hoffnung, dass es nie mehr nötig sein wird, für solch einen Zweck weitere Projekte in Israel durchzuführen.
Eines der geplanten Projekte
im Aminadav Wald ist ein Erholungsgebiet für Kinder und Jugendliche. Das
Zentrale Element ist ein gigantischer Felsbrocken, der ca. 2,5m hoch,
6m lang und 3m breit ist und in einem übergroßen Sandkasten platziert.
Viele Reisende werden einen
kurzen Zwischenstopp einlegen, denn schon von der Strasse kann man den
Felsen erblicken. Der Fels bietet nicht nur Kindern und Jugendlichen die
Möglichkeit zum klettern und spielen. Eine Kletterwand, die auch für Profis
eine Herausforderung bietet, ist vorgesehen.
Der KKL möchte mit diesem Projekt
sowohl jungen Familien, als auch allen anderen Altersklassen die Möglichkeit
bieten der Natur näher zu sein und die Wälder mit anderen Augen zu sehen.
Besonders Kinder & Jugendliche sollen mit dem Bewusstsein aufwachsen die
Natur zu erleben, zu schützen und zu pflegen
