Wasserreservoir des Unteren Nahal Oz: Speicherung von Flutwasser

 

 

Projektbegründung

Eines der akutesten Umweltprobleme, denen Israel wie auch seine Nachbarländer nach wie vor gegenübersteht, ist die Wasserknappheit. Durch Israels Lage am Rande der Wüste ist die Wasserversorgung ständig abhängig von den jahreszeitlich-bedingten Regenfällen. Verschärft wird das Problem durch die nachlassende Qualität bestehender Wasservorkommen, die durch zu intensive Nutzung in den Trockenjahren oft versalzt werden. Israel hat zwar eine der niedrigsten Wasser-Konsumraten der Welt, doch nutzt es trotzdem über 99 Prozent seiner verfügbaren Wasserquellen (Kinereth-See sowie das Grundwasser der Küsten- und Bergaquifere). Israel hat weder große Flüsse, noch rauschende Wasserfälle oder weite Seen. Das Land ist trocken und hat einige Ströme, die man in Israel gerne Flüsse nennt, sowie zahlreiche Wadis (trockene Flussläufe).

Die Wüste Negev für die Menschen bewohnbar und lebenswert zu machen, ist aufgrund der wachsenden Bevölkerungszahl eines der dringlichsten Aufgaben des Staates. Der Keren Kayemeth LeIsrael – Jüdischer Nationalfonds übernimmt gemäß seiner Statuten einige dieser Aufgaben. Dazu gehört die Errichtung von Wasserreser-voiren, eine der erfolgreichsten Maßnahmen, um die notwendige Wasserversorgung so gut wie möglich zu sichern.

Projektbeschreibung

Das Wasserreservoir von Nahal Oz liegt etwa 40 km südöstlich von Ashkelon und wird Flutwasser einfangen, das im Winter sonst ungenutzt ins Meer fließt oder im trockenen Boden versickert. Das Wasser soll für die Bewässerung nahe gelegener Felder benutzt werden, was den „Nebeneffekt“ hat, weniger Wasser aus dem Norden her-leiten zu müssen oder aus Brunnen der Gegend zu pumpen.

Das Reservoir des Unteren Nahal Oz hat ein Fassungsvermögen von etwa 300.000 Kubikmetern Regenwasser. Dies gewährleistet die Bewässerung von mehr als 200 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche und hilft diesem Gebiet im nordwestlichen Negev, sich zu einer fruchtbaren Gegend zu entwickeln.

Standort

Die Errichtung des Flutwasserbeckens rund einen Kilometer westlich des Kibbuz Nahal Oz im nordwestlichen Negev hat durch die Wahl des Standortes auch noch einen weiteren Nutzen. Durch die in regenreichen Wintern plötzlich niedergehenden Sturzfluten wurde die Straße nach Beer Schewa häufig unpassierbar. Durch das Wasserreservoir werden diese Wassermassen aufgefangen und die Situation des Verkehrs dadurch wesentlich sicherer gestaltet.

Zum Kibbuz Nahal Oz ist zu sagen, dass er 1951 zunächst als Armeestützpunkt entstand. Zwei Jahre später wurde er zu einem zivilen Dorf. Im Verlaufe der Jahre nahm der Kibbuz auch Gruppen der Arbeiterjugend und der Pfad-finder auf und er beteiligt sich an Immigrationsprojekten wie „Das erste Heim im Land“ und „Na’aleh“ (Jugendliche, die ohne ihre Eltern ins Land einwandern).

Nahal Oz gehört zum Regionalrat Scha’ar HaNegev, der sich über eine Fläche von 180.000 Dunam erstreckt und zur Zeit eine Bevölkerung von rund 6.000 Menschen umfasst. In seinem Einzugsgebiet finden sich zehn Kibbut-zim, ein Moschaw, eine Familienfarm, ein Dorf für eingewanderte Studenten und der Campus eines akademischen Colleges.

Was Ihre Unterstützung bewirken kann

Das Wasserreservoir des Unteren Nachal Oz speichert Wasser, das sonst ungenutzt abfließen würde, nachdem es zuvor noch Straßen überschwemmt und beträchtlichen Schaden angerichtet hatte. Mit Ihrer Spende würden Sie einen unschätzbaren Beitrag an Israels Landwirtschaft und seiner Ökologie leisten. Sie helfen mit, Wasser zu sparen und gestatten einem trockenen Land wie Israel, seine landwirtschaftliche Selbstversorgung zu sichern. Das Reservoir des Unteren Nahal Oz wird den Bauern der Gegend Wasser für ihre Felder liefern und zur wirt-schaftlichen Entwicklung der Region beitragen.

Hierzu werden auch die geplanten Ruhe- und Campingplätze beitragen, die die vielen Ausflügler empfangen werden.

Spender, die dieses Wasserreservoir mit 10.000 Euro und mehr unterstützen, werden durch eine Ehrenplakette am Reservoir gewürdigt.