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Wo in Israel der Honig fließt

Süssungsmittel

Es ist Sonntagmorgen, der Kaffee ist durchgelaufen, das 5 Minuten-Ei fertig. Jetzt fehlt nur noch ein frisches Brötchen, schön dick bestrichen mit süßem Honig ( שבד ). Das ist aber nur eine Variante, Honig zu verwenden.
Das seit Jahrtausenden genutzte natürliche Süßungsmittel findet immer mehr Einzug in die internationale Küche. Ob in Desserts, Kuchen, Tees, Müslis, Saucen oder auf gegrilltem Fleisch:
Die spezielle Süße des Honigs verleiht vielen Gerichten einen besonders reichen Geschmack.

Bienensterben

Das seit 2006 auftretende Bienensterben reduziert jedoch die Honigproduktion weltweit und bereitet nicht nur den Bienenzüchtern große Sorgen.
Albert Einstein sagte: “Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“

Bienen produzieren nicht nur Honig und Wachs, ihre Hauptaufgabe für uns Menschen ist die Bestäubung ca. 80% aller Pflanzen und ca. 30% aller Futterpflanzen. Ohne Bienen gibt es keine Lebensmittelsicherheit mehr. Allein in den USA kollabierten im Winter 2009/2010 mehr als 36% der Bienenvölker. Nach heutigen – noch immer vorläufigen - Erkenntnissen infizieren sich die Honigbienen an mit Varroamilben und anderen Krankheitserregern kontaminierten Blütenpollen. Aber auch Monokultur und Pestizide schließen Forscher als Ursache nicht aus.

Zum Phänomen des Bienensterbens kommt in regenarmen Ländern wie Israel hinzu, dass die Bienen den Nektar und die Pollen nur im Frühjahr sammeln können, wenn direkt nach der Regenzeit die meisten Blumen, Bäume und Sträucher blühen. Danach haben sie nichts mehr zu tun und müssen zudem mit Zuckerlösungen gefüttert werden.

Lösungswege

David Brand, Leiter der JNF-KKL-Forstabteilung, suchte in Zusammenarbeit mit dem Verband Israelischer Honigproduzenten nach einer Lösung – und fand sie in der Anpflanzung bestimmter Arten von australischen Eukalyptusbäumen mit mehrfacher Blütezeit im Jahr. Brand experimentierte zwei Jahre lang mit Samen und Setzlingen in verschiedenen Gegenden Israels.
“Wir mussten zunächst herausfinden, welche Spezies sich unserem Klima anpasst. Und dann testen, ob die Honigbienen überhaupt Interesse an den wunderschönen Blüten zeigen.“, so Brand.

In beiden Fällen waren die Forscher letztendlich erfolgreich. Seit einigen Jahren beliefert der JNF-KKL die israelischen Bienenzüchter mit jährlich 100.000 Setzlingen, die in den eigenen Baumschulen herangezogen werden. Zu den Baumsorten gehören neben dem “eingewanderten“ Eucalyptus camaldulensis auch einheimische, Nektar produzierende Arten, hauptsächlich Johannisbrotbäume und Jujube (Christusdorn). “Einige Eukalyptusarten sind sogar trockenresistent und können in semiariden Gegenden angepflanzt werden.“ ergänzt David Brand.

Nektar sammeln

Somit sind die Honigbienen nun auch nach dem Frühjahr, diese Bäume blühen je nach Art von April bis September, mit Nahrung versorgt und mit dem Sammeln von Nektar beschäfbeschäftigt.
Die Züchter freuen sich, denn sie können die Bienenvölker einfach direkt bei den Schatten spendenden Bäumen abstellen, müssen sie nicht hin und her transportieren. Vielleicht genießen Sie Ihr nächstes Sonntagsbrötchen einmal mit Waldhonig. Er ist kräftiger, aromatischer im Geschmack, reich an Mineralstoffen und farblich um einiges dunkler als zum Beispiel Blütenhonig.

Bte avon – Guten Appetit.

Imker in Israel bei der Honigernte

Gelbe Eukalyptusblüte

Rote Eukalyptusblüten

Eukalyptusblüten Gelb

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