Grünes Klassenzimmer in Nes Harim

Das Schulungscamp „Nes Harim“

In den Jerusalemer Bergen liegt das KKL- Schulungscamp Nes Harim, in dem jährlich über ca. 75.000 Besucher die Natur erleben und ökologisches Wissen erwerben können. Gemeinsam mit Spendern aus Deutschland konnte der KKL dort Übernachtungsgelegenheiten modernisieren, Zugangswege legen und Lernmittel zur Verfügung stellen.

In Memoriam Sally Bein: Ein „Grünes Klassenzimmer“ für alle

Den allermeisten von uns ist Sally Bein  – ehemals Leiter einer Schule für behinderte Kinder  – nicht bekannt. Er war einer von vielen stillen Helden, welche unserer Gesellschaft durch den Nationalsozialismus genommen wurden. Mit einem barrierefreien „Grünen Klassenzimmer“ möchten wir sein Andenken weiter bekannt machen und in der israelischen Landschaft verankern.

1908 beginnt ein Leuchtturmprojekt der Pädagogik

1908 eröffneten der Deutsch-Israelitische Gemeindebund und die Bnei Bris Loge die „Israelitische Erziehungsanstalt für geistig zurückgebliebene Kinder“ in Beelitz bei Berlin. Der 26 Jahre junge Pädagoge Sally Bein leitet ab Gründung mit viel Herz und Verstand dieses Leuchtturmprojekt der inklusiven Pädagogik. Dort erhielten Jungen und Mädchen mit geistigen und körperlichen Einschränkungen eine Grundbildung, die vielen ermöglichte, später eine Arbeit zu finden.

Sally Bein stellte die Klassen nicht nach Alter, sondern nach den Fähigkeiten der Schüler zusammen. Auf dem Lehrplan standen Hebräisch, Handarbeiten, Rechnen, Gartenbau oder Tischlern. Oft fungierten lokale Handwerker aus als Lehrer. Die Schule genoss international einen herausragenden Ruf, sodass Fachleute aus vielen Ländern Europas und auch Palästina anreisten, um die Lehr-Methoden kennenzulernen.

   

1942 – Sally Bein bleibt bei seinen Kindern 

Nach ihrer Machtergreifung 1933 taten die Nazis alles, um den Anstaltsbetrieb zu stören und die Anstalt zu schließen. 1938 erwirkte Sally Bein für sich, seine Frau Rebeka und Tochter Lisa Karola die Ausreisegenehmigung, welche sie jedoch nie genutzt haben. 

Beide Frauen arbeiteten als ausgebildete Erzieherinnen in der „Erziehungsanstalt“ und mussten ebenso mit ansehen, wie der Naziterror und tägliche Schikanen ihren Alltag immer stärker überschatteten. Im April verschleppten die Nazis zunächst 30 Schüler in das Warschauer Ghetto, am 13. Juni deportierten sie die verbliebenen Kinder und die Familie Bein nach Sobibor, wo alle ermordet wurden. In der dunkelsten Stunde ließen Sally, Rebeka und Lisa Karola Bein „ihre“ Kinder nicht alleine.

2020 – In Memoriam: Barrierefreies „Grünes Klassenzimmer“ in Nes Harim

Das Schulungscamp Nes Harim bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Gelegenheit zur Naturerfahrung und Bildung. Viele der ca. 75.000 jährlichen Besucher in Nes Harim stammen aus Landesteilen, die von Terror und Bomben betroffen sind. Die Anspannung und der oft schwierige Alltag betreffen dort alle Familien. Damit behinderte und nichtbehinderte Besucher gemeinsam die Natur erfahren können, verwandeln wir eine Schonung im Forst in ein barrierefreies (= behindertengerechtes) „Grünes Klassenzimmer“.

Der treppenlose Zugang, rollstuhlgerechte Tische, Wandtafeln und Trinkbrunnen sorgen dafür, dass tagsüber alle gemeinsam lernen können. Feuerstellen und Campingmöglichkeiten laden nachts zur Sternenbeobachtung und Gesang am Lagerfeuer ein. Ganz im Geiste Sally Beins können endlich alle mitmachen!

Spenden Sie jetzt – Stichwort: „Sally Bein“

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