Malkiya Tiertherapie

Endlich nach Hause

Das Leben kehrt nach Malkiya zurück

Der Kibbuz Malkiya wurde 1949 auf dem Naftali-Gebirge gegründet – unweit der libanesischen Grenze und nur rund 300 Meter vom Grenzzaun entfernt. Rund 400 Menschen leben hier und arbeiten vor allem in der Landwirtschaft: Apfel-, Pflaumen-, Nektarinen- und Kiwiplantagen sowie Weinberge prägen das Leben und die Landschaft. Neben den ständigen Sicherheitsrisiken ist auch die große Entfernung zum Zentrum Israels eine Herausforderung, die der Alltag hier jeden Tag spürbar macht.

Die Tragödie des 7. Oktober erschütterte auch Malkiya. Der Kibbuz wurde evakuiert, nur Rettungskräfte blieben vor Ort. Einige Bewohner zogen in ein Hotel nach Tiberias, andere verstreuten sich über das ganze Land. Der verlassene Kibbuz wurde in dieser Zeit hauptsächlich von Soldaten bevölkert – und auf Wegen, auf d

enen früher junge Familien spazieren gingen, fuhren nun Panzer.

Während des Krieges wurde Malkiya durch Panzerabwehrraketen, Mörser und Katjuscha-Raketen der Hizbollahgetroffen. In Obstgärten und Weideflächen rund um den Kibbuz brachen zahlreiche Brände aus – etwa die Hälfte der bepflanzten Nutzfläche wurde zerstört.

Heute beginnt der schwierige Weg zurück. Rund 80 % der Bewohner sind bereits nach Malkiya zurückgekehrt.Gleichzeitig läuft eine Kampagne, um neue Familien zu gewinnen und die Gemeinschaft nachhaltig zu stärken.

Itai Kroiz, Gemeindeverwalter von Malkiya, blieb während des gesamten Krieges im Kibbuz:
„Das war keine einfache Zeit für mich und natürlich auch nicht für meine Familie, aber wir glauben an das, was wir hier tun, und sehen es als nationale Aufgabe.“
Der 51-Jährige, verheiratet und Vater von vier Kindern, leitet die Gemeinde seit vier Jahren. Eine der größten Herausforderungen sei es, gerade junge Paare wieder für Malkiya zu gewinnen.
„Vor dem Krieg herrschte gute Stimmung – junge Familien kamen an, und das weckte die Hoffnung auf ein beschleunigtes Wachstum. Um die Menschen nun zurückzugewinnen, ist es wichtig, dass wir Angebote für Bildung und psychologische Therapien bereitstellen, die heute notwendiger denn je sind.“

Genau hier setzt dieses Projekt an: Wiederaufbau und seelische Stabilisierung gehören zusammen. Zwei zentrale Bausteine sind der Reitstall und der Streichelzoo – Orte, die Routine, Zugehörigkeit und Heilung ermöglichen und dabei zugleich die Gemeinschaft stärken. Beide werden mit Unterstützung der Freunde des JNF-KKL Deutschland vorangetrieben.

Reitstall: „Pferde fühlen alles“

Seit über 40 Jahren bietet die Pferderanch in Malkiya Reitunterricht, Ausritte, Vereine – und vor allem therapeutisches Reiten. Vor dem Krieg lebten dort 12 Pferde. Sie wurden evakuiert, doch auch für die Tiere war die Zeit geprägt von Stress und Ungewissheit: Drei Pferde erlagen der Belastung und starben während des Krieges.

Stallmeister Boaz Peri sagt:
„Pferde sind sehr sensible Tiere, und die Bindung zu ihnen kann Kindern und Erwachsenen, die mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben, sehr viel geben.“
Nach zwei Jahren Stillstand sind nun umfangreiche Arbeiten nötig, um die Ranch zu sanieren und wieder in Betrieb zu nehmen. Schäden werden behoben, Instandhaltungen durchgeführt und Freiwillige rekrutiert, damit der Betrieb in wenigen Wochen wieder aufgenommen werden kann.

Angesichts des hohen Bedarfs an emotionaler Unterstützu

ng soll das Angebot an therapeutischem Reiten ausgebaut werden. Freiwillige werden ebenfalls im Stall arbeiten – auch für sie kann die Nähe zu den Pferden Teil des eigenen Heilungsprozesses sein.

Boaz erzählt von einem Mädchen, das mit sieben Jahren in den Stall kam:
„Anfangs hatte sie große Angst vor Pferden. Heute ist sie selbst Reittherapeutin und eine der führenden Therapeutinnen in Nordisrael, die mit Kindern im Autismus-Spektrum arbeitet.“
Und er berichtet von einem 14-jährigen Mädchen aus schwierigen Verhältnissen:
„Die Pferde gaben ihr ein Gefühl von Selbstvertrauen und Ruhe… Heute ist sie eine liebevolle Familienmutter.“
Eti Whitham aus Malkiya sagt:
„Der Stall war mein einziger Halt – er hat mich wirklich gerettet.“

Streichelzoo: Ein Ort, an dem Vertrauen wieder wachsen kann

Der Streichelzoo war lange ein Bildungszentrum für die Kinder des Kibbuz und eine Attraktion für Besucher. Hamster, Chinchillas, Enten, Kaninchen, Hühner und viele andere Tiere lebten hier – bis der Krieg alles veränderte. Einige Tiere wurden evakuiert, andere blieben zurück.

Mech Peri, Leiterin des Streichelzoos, kam zweimal wöchentlich in den bombardierten Kibbuz, um sich um die Tiere zu kümmern – obwohl ihr Haus durch eine Rakete komplett zerstört wurde.
„Es war gefährlich und beängstigend, aber ich wollte die Tiere – und

die Anlage selbst – nicht aufgeben.“

Jetzt sind umfangreiche Arbeiten nötig, um den Streichelzoo zu sanieren: Ein übersichtlicher, barrierefreier Eingang soll entstehen, Asbestdächer müssen ersetzt und Tiere neu angesiedelt werden. Ziel ist es, künftig ein tiergestütztes Therapieprogramm für Kinder mit posttraumatischen Belastungen, Ängsten und emotionalen Problemen aufzubauen.

Mech beschreibt:
„Die Interaktion mit den Tieren beruhigt die Kinder und ermöglicht es ihnen, sich auszudrücken… Aber ein Streichelzoo ist nicht nur für Kinder – auch Erwachsene, die ein Tier im Arm halten, spüren etwas.“
Und an die Spender in Deutschland gerichtet:
„Dass Sie an uns denken, wissen wir sehr zu schätzen – und wir würden uns riesig freuen, wenn Sie uns im Kibbuz und im Streichelzoo besuchen würden.“

Itai Kroiz fasst die Bedeutung der Unterstützung zusammen:
„Die Unterstützung der Freunde des JNF-KKL Deutschland ist nicht nur eine lebenswichtige finanzielle Hilfe – sie ist auch eine herzerwärmende Geste, die uns daran erinnert, dass wir nicht allein sind.“

Helfen Sie mit, Malkiya zu stabilisieren – und Zukunft möglich zu machen

Dieses Projekt verbindet Wiederaufbau, Gemeinschaft und seelische Heilung. Es schafft Orte, an denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene wieder Vertrauen fassen, Routinen zurückgewinnen und neue Perspektiven entstehen können – gerade dort, wo das Leben an der Grenze besonders fragil ist.

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