Die Blaue Büchse

Die kleine, blaue Spardose aus Blech ist wohl die bekannteste und traditionsreichste Art des Spendens für den JNF-KKL. Die Blaue Büchse ist zugleich DAS Symbol für den Jüdischen Nationalfonds. Vom Beginn der zionistischen Bewegung an war es eine der wichtigsten Aufgaben der Zionisten, Geld für Landkauf zu sammeln. Dadurch sollte dem über Jahrtausende vertriebenen Volk jenseits der geistig-religiösen auch eine räumliche Heimat geschaffen werden.

Kleingeld für den großen Traum

Die erste „Blaue Büchse“ war, ganz provisorisch-pragmatisch, Theodor Herzls Hut. Beim 1. Zionistenkongress 1897 nahm der Vorsitzende der Zionistischen Bewegung seine Kopfbedeckung ab und funktionierte sie kurzerhand zum Sammelbehälter um. Er bat die Delegierten, den Hut mit Spenden zum Landerwerb in Eretz-Israel zu füllen. Die Idee einer Sammeldose hatte Hermann Zwi Schapira noch früher, als er 1884 eine Blechbüchse, die „Puschke“, als ein allgemein anerkanntes Werkzeug zum regelmäßigen Spenden-Sammeln etablieren wollte. Schapira nannte das Blechkästchen schon da „die Büchse des Keren Kayemeth LeIsrael“, also die Spendengrundlage eines „Ewigen Fonds für Israel“ – 17 Jahre vor der Gründung des gleichnamigen Vereins. Schapira wurde damit einer der geistigen Väter des JNF-KKL.

Frühe Blaue Büchse von 1910-1920
Blaue Büchse 1910-1920

Schabbat und Blaue Büchse – untrennbar verbunden

Der „Durchbruch“ der Blauen Büchse erfolgte dann beim 5. Zionistenkongress in Basel 1901, auf dem ebendieser Jüdische Nationalfonds – Keren Kayemeth LeIsrael gegründet wurde und unter anderem den Landkauf, eine der Säulen des Zionismus, vorantreiben sollte. Daher forderte der Bankbeamte Chaim Kleinmann in einem Brief an „Die Welt“ die Herstellung einer einheitlichen Sammelbüchse mit der Aufschrift „Nationalfonds“, die in jedem jüdischen Haushalt stehen möge und die die „zionistische Übersetzung“ der Spendenbüchsen in den Synagogen sein solle, die jeden Freitag zu Schabbat gefüllt wurden.

Eine Million Blaue Büchsen zwischen den Kriegen

Johann Kremenitzki, der erste Vorsitzende des neu gegründeten Jüdischen Nationalfonds, ließ 100 solcher Spardosen mit Davidstern auf blauen Grund herstellen, die schon bald vergriffen waren. In der Folge wurde diese sogenannte „Blaue Büchse“ extrem populär und fand ihren Weg in jede jüdische Gemeinde und jeden jüdischen Haushalt. Zwischen den beiden Weltkriegen stand die Sammeldose in rund einer Million jüdischer Häuser. Sie trotzte dem Krieg und der Verfolgung, und sogar im Warschauer Ghetto fand man ein zerbeultes Exemplar. Für viele Menschen war und ist die Blaue Büchse Kindheitserinnerung und Symbol der Hoffnung auf ein sicheres Leben im eigenen Land.

Aktuell wie nie: Sammeln für die Heimat Israel mit der Blauen Büchse

Das eigene Land ist längst Realität geworden, das sichere Leben jedoch nicht immer. Aber die Blaue Büchse hat ihre Symbolkraft nie verloren, auch nach der Erfüllung des ursprünglichen Zweckes – Landerwerb – nicht. Denn im digitalen Zeitalter mit seinen virtuellen und oft abstrakten Daten- und Geldströmen ist diese kleine, blecherne Spardose mit dem Davidstern immer noch eine wunderbar greifbare Manifestation der Kernbotschaft des KKL: Geld sammeln zum Wohle Israels und des jüdischen Volkes.

Kinder geben seit vielen Jahrzehnten an Schabbat Kleingeld in die Blauen Büchsen
Auch dieser kleine Matrose hat Spaß am Sammeln für Israel

Möchten Sie diese Tradition nicht auch am Leben erhalten? Dann bestellen Sie in Ihrem JNF-KKL Büro eine Blaue Büchse und füttern Sie sie (beispielsweise) zu Schabbat – wie zu den Anfangstagen des Keren Kayemeth. Vielleicht mit zusammen Ihren Kindern? Wenn die Büchse voll ist, bringen Sie sie uns vorbei oder überweisen uns den gesammelten Betrag. Sie werden staunen, wie gut sich das anfühlt und wie viel „so nebenbei“ zusammenkommt!

Das auch durch Spenden aus Millionen von Blauen Büchsen entstandene heutige Israel dankt es Ihnen!

Ihre Blaue Büchse zum Sammeln für den JNF-KKL erhalten Sie auf Anfrage in unseren Büros.