Bundeswehrsoldaten auf grüner Mission im Heiligen Land

Was sich wie eine reißerische Zeitschriftenüberschrift liest, hat vor einigen Wochen wirklich in Israel stattgefunden!

Eine Delegation des deutschen Luftwaffenkontingents pflanzte zusammen mit Förstern des JNF-KKL Bäume im Heiligen Land. Die Soldaten waren überrascht zu erfahren, dass ökologische Nachhaltigkeit ein jahrtausende altes Konzept ist, welches das jüdische Volk bereits in der Thora für die Nachwelt festgehalten hat.

Grund für die Anwesenheit deutscher Soldaten auf israelischem Boden war die mittlerweile jährlich stattfindende Übung “Blue Flag” mit sieben teilnehmende Nationen. Etwa 1000 Männer und Frauen trainieren in diesen drei Wochen mit ihren 70 Luftfahrzeugen alle Formen der Luftkriegsführung.  

Aufgrund des Schmitta-Jahres verlief die Pflanzzeremonie anders als sonst üblich: anstatt Bäume direkt in den Boden zu pflanzen, pflanzten die Soldaten sie in Töpfe, die ihren Namen trugen. Unsere KKL-Mitarbeiter versprachen währenddessen gut auf die zarten Setzlinge aufzupassen und ihnen anschließend die besten Plätze im Wald zu geben. Die Bibel beschreibt das Schmitta-Jahr als eine Zeit, in welcher wir einen Schritt zurücktreten, um Gottes Gaben zu schätzen und ihre Früchte mit den Armen zu teilen. Heute ist Schmitta als eine nachhaltige landwirtschaftliche Praxis anerkannt, die es dem Boden ermöglicht, sich zu regenerieren und Nährstoffe wieder aufzunehmen.

„Sie freuen sich zwar sehr, in Israel zu sein und an der Seite der israelischen Luftwaffe zu trainieren“, sagt der deutsche Offizier, Oberstleutnant Max Kronenbitter, „aber der Besuch in Israel hat für sie eine tiefere symbolische Bedeutung aufgrund der Geschichte zwischen Deutschland und den Juden. Deshalb war die Idee, einen Baum in Israel zu pflanzen, für sie so wichtig.“