Der Mofet-Club in Nof HaGalil – ein zweites Zuhause für Shoah-Überlebende
In Israel leben heute rund 130.000 Shoah-Überlebende, im Durchschnitt 87 Jahre alt. Mit zunehmendem Alter wächst nicht nur der körperliche Unterstützungsbedarf – sondern vor allem auch das Bedürfnis nach Gemeinschaft, nach Begegnung und nach einem Ort, an dem man nicht allein ist.
Der Mofet-Club in Nof HaGalil im Norden Israels ist seit 2017 genau so ein Ort. Für aktuell 35 Holocaust-Überlebendeist er ein fester Anker im Alltag: dreimal pro Woche treffen sie sich zu Kursen und Aktivitäten, frühstücken und essen gemeinsam zu Mittag. Das Angebot ist vielfältig: Sportkurse, digitale Kompetenz, Musikunterricht, ein Chor, Vorträge, Ausflüge und Feiern. Viele der Mitglieder kommen aus der Nachbarschaft – andere aus der ganzen Stadt.
Eine von ihnen ist Hanna Zalman, 84 Jahre alt, Shoah-Überlebende aus Belarus. Seit dem Tod ihres Mannes lebt sie allein. Der Club ist für sie weit mehr als ein Programm:
„Seit dem Tod meines Mannes bin ich allein, und der Club hilft mir sehr, Leute kennenzulernen und mich nicht zu Hause zu langweilen. Die Leute dort sind wie meine Geschwister – wir sind wie eine große Familie.“
Hanna wanderte 1980 nach Israel aus. Heute hat sie zwei Töchter, fünf Enkel und vier Urenkel. Über den Club erzählt sie:
„Wir treffen uns, unterhalten uns und nehmen an Kursen teil. Heute ist mein Geburtstag, und sie haben mir eine Party im Club ausgerichtet. Wir haben gesungen, getanzt und hatten eine wunderschöne Zeit. Es ist sehr wichtig, dass der Club renoviert wird, damit wir noch viele Jahre gerne hierherkommen und Zeit verbringen können.“
Auch Sigalit Honen, Leiterin des Seniorenteams der Gemeinde Nof HaGalil, betont die Bedeutung dieses Ortes:
„Der Club hilft Shoah-Überlebenden, sich auf etwas zu freuen, aus dem Haus zu kommen und Aktivitäten und soziale Kontakte zu genießen.“
Viele Mitglieder leiden unter Einsamkeit – der Club gibt ihnen Zugehörigkeit, Struktur und ein unterstützendes Umfeld.
Warum der Mofet-Club jetzt unsere Hilfe braucht
Das Gebäude ist alt und in Teilen vernachlässigt. Um Sicherheit, Barrierefreiheit und ein würdiges Umfeld zu gewährleisten, sind umfassende Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten nötig. Geplant sind unter anderem:
- Dachabdichtung, Reparatur des Außenputzes und Betonsanierung
- neue Türen und neue Küchenschränke
- barrierefreie Geländer und sichere Zugänge
- Austausch und Erneuerung der Klimaanlagen
- Modernisierung der Wasserleitungen und neue Sanitäranlagen
- Elektroarbeiten, neue Beleuchtung und neue Fußböden
- Installation einer Brandmeldeanlage
- barrierefreie Gestaltung des Zugangs zum öffentlichen Schutzraum
Ella Idov, Leiterin des Clubs, bringt es auf den Punkt:
„Es ist wichtig, den Besuchern einen sicheren, hellen und vor allem von Leben und Freude erfüllten Ort zu bieten – etwas, das sie zu Hause oft nicht immer haben. Der Club ist ihr zweites Zuhause, und für viele von ihnen ist er die einzige Möglichkeit, das Haus zu verlassen.“
Sigalit Honen und Ella Idov danken dem JNF-KKL Deutschland für die Unterstützung:
„Dank Ihnen können wir den Menschen, die die Schrecken des Holocaust erlitten haben, besser helfen. Unsere Mission ist es, ihnen ein Leben in Würde zu ermöglichen.“

Helfen Sie mit, Würde, Sicherheit und Gemeinschaft zu bewahren
Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, dass Shoah-Überlebende in Nof HaGalil einen Ort behalten – und neu gewinnen –, an dem Leben, Freude und Zugehörigkeit möglich sind. Einen Ort, der nicht nur saniert wird, sondern Wärme ausstrahlt: als zweites Zuhause.
Jetzt spenden und den Mofet-Club renovieren:










