7. Oktober – Drei Jahre, die bleiben

Drei Jahre sind vergangen seit dem 7. Oktober 2023. Drei Jahre seit dem Tag, an dem das größte Massaker an Juden seit der Shoah stattfand. Die Hamas ermordeten 1029 Menschen, davon 63 Kinder. Unzählige Weitere wurden verletzt, Hunderte entführt, das Leben tausender Menschen in Israel für immer zerstört.

Frauen wurden zu Tode vergewaltigt, Kinder lebendig verbrannt. Familien verloren Angehörige, ganze Gemeinden wurden ausgelöscht, Hunderttausende mussten zeitweise ihre Häuser verlassen. Bis heute wirken die Folgen dieses Tages nach – in den Familien der Opfer, bei den Überlebenden, in den betroffenen Ortschaften, in der israelischen Gesellschaft und der Diaspora weltweit. 

Am 7. Oktober erinnern wir an die Opfer dieses bestialischen Terrors. An diejenigen, deren Leben an diesem Tag unwiderruflich zerstört wurde. Und an all jene, die bis heute mit den körperlichen und seelischen Folgen ihres Traumas leben müssen. 

Hilfe, wo sie unmittelbar gebraucht wurde

Für uns vom JNF-KKL war nach dem 7. Oktober schnell klar: Jetzt zählt konkrete Hilfe.

Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort und mit der Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender wurden in besonders betroffenen Regionen kurzfristig Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht. In Eshkol und Sha’ar HaNegev unterstützte der JNF-KKL unter anderem mit Schutzräumen, Generatoren, technischer Ausstattung für lokale Notfallteams sowie Hilfen für evakuierte Familien.

Parallel haben wir die konkrete psychosoziale Hilfe ausgeweitet. Das vom JNF-KKL unterstützte Traumabehandlungszentrum in Sderot begleitet Betroffene auch nach dem 7. Oktober weiter – persönlich, telefonisch und per Video. Zusätzliche Therapien und der Wiederaufbau des beschädigten Zentrums haben wir mit der Hilfe unser Freunde aus ganz Deutschland ermöglicht.

Schutz, wenn Sekunden entscheiden

Doch nach dem 07.10. Oktober endete der Horror in Israel nicht. Jahrelanger Kriegszustand mit Raketenbeschuss, täglicher Gefahr und Dauerbeschuss folgten und wurden zur täglichen Realität für Israels Bürger.  

Eine der dringendsten Aufgaben war und ist der Bau zusätzlicher Schutzräume.

In vielen Gemeinden, an Schulen, öffentlichen Einrichtungen und in ländlichen Regionen fehlen bis heute ausreichend sichere Zufluchtsorte. Deshalb haben wir den Ausbau von Schutzmöglichkeiten zu unserer Mission gemacht.

Wenn die Sirene ertönt, entscheiden oft Sekunden. Dann ist ein Schutzraum keine abstrakte Infrastrukturmaßnahme.

Er kann Leben retten.

Aus Soforthilfe wird Wiederaufbau

Unsere Arbeit endete nicht mit der unmittelbaren Hilfe.

Der Wiederaufbau der betroffenen Gemeinden wird Israel noch viele Jahre beschäftigen. Es geht um Infrastruktur, sichere öffentliche Räume, Unterstützung für Familien und Kinder – und darum, wieder Alltag möglich zu machen.

Ein Beispiel ist der Kibbuz Ruhama in der Region Sha’ar HaNegev. Dort entsteht neue Infrastruktur für Familien aus dem schwer getroffenen Kfar Aza. Auch Projekte zur Traumabewältigung, Bildungsangebote und geschützte Orte für Kinder gehören zu diesem langfristigen Wiederaufbau.

Seit dem 7. Oktober hat sich die Arbeit des JNF-KKL erweitert. Zu den langjährigen Aufgaben in Natur, Wasser, Landwirtschaft, Bildung und Infrastruktur kamen Soforthilfe, Schutzräume, Traumatherapie und Wiederaufbau hinzu.

Erinnern heißt, Namen zu bewahren

Zum dritten Jahrestag erinnern wir auch an die Menschen, die nicht zurückkehren werden.

Am Gelände des Nova-Festivals bei Re’im ist gemeinsam mit Angehörigen ein dauerhafter Erinnerungsort entstanden. Er soll die Opfer nicht zu einer Zahl werden lassen, sondern ihre Namen, ihre Geschichten und ihr Leben sichtbar halten.

Denn Erinnerung bedeutet, die Menschen hinter dem 7. Oktober nicht aus dem Blick zu verlieren.

Für das Vertrauen, für die Unterstützung und dafür, dass Sie die Menschen in Israel auch drei Jahre nach dem 7. Oktober nicht vergessen, sagen wir Danke.

יהי זכרם ברוך – Jehi sichram baruch.
Möge ihr Andenken zum Segen sein.