Hier wächst Israels Zukunft
Israels Landwirtschaft steht seit jeher vor besonderen Herausforderungen: trockene Böden, wenig Regen, hohe Temperaturen und ein großer Bedarf an effizienter Wasser- und Ressourcennutzung.
Seit dem 7. Oktober 2023 ist eine weitere Herausforderung hinzugekommen. In vielen Regionen konnten Landwirte zeitweise nicht auf ihre Felder zurückkehren, ausländische Arbeitskräfte verließen das Land und ganze Betriebe gerieten unter enormen Druck.
Genau hier setzt das Gewächshaus der Zukunft an.
An der Forschungsstation Forschung und Entwicklung Süd (FuE Süd) entsteht derzeit ein technologisches Gewächshaus, das neue Wege für eine moderne, effiziente und widerstandsfähige Landwirtschaft erprobt.
Landwirtschaft neu denken
Das Ziel ist ein wirtschaftliches Anbaumodell für Gemüse unter Wüstenbedingungen – mit höheren Erträgen, geringerem Wasser- und Düngemittelverbrauch und weniger Abhängigkeit von manueller Arbeit.
Dafür kommen unter anderem zum Einsatz:
- intelligente Klimasteuerung
- Kühl-, Schattierungs- und Wärmedämmsysteme
- erdelose Substrate
- Automatisierung
- Robotik
- künstliche Intelligenz für Bestäubung und Ernte
„Der landwirtschaftliche Anbau in unserer Region am Rande der Wüste, mit sandigem Boden und fast ohne Regen, ist eine riesige Herausforderung“, sagt Lior Katri, Direktor von FuE Süd.
Heute werden in der Region große Mengen frischen Gemüses für den israelischen Markt produziert. Möglich wird das durch Forschung, technische Innovation und jahrzehntelange Erfahrung mit Landwirtschaft unter extremen Bedingungen.
Forschung, die direkt auf den Feldern ankommt
FuE Süd ist eines der ältesten landwirtschaftlichen Forschungs- und Entwicklungszentren Israels. Gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium und KKL-JNF entwickelt das Zentrum Lösungen für die konkreten Herausforderungen der Landwirte im Süden.
Forschung, Feldversuche und der direkte Wissenstransfer in die Landwirtschaft stehen dabei im Mittelpunkt.
Angebaut und erforscht werden unter anderem Tomaten, Gurken, Avocados, Auberginen, Mangos und weitere Obst- und Gemüsesorten. Selbst neue Kulturen wie Kakao werden unter den besonderen Bedingungen der Region getestet.
Zerstört – und wieder aufgebaut
Die Besor-Farm, auf der FuE Süd tätig ist, liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zum Gazastreifen entfernt.
Am 7. Oktober 2023 wurde auch die Farm angegriffen und schwer beschädigt. Gebäude, Gewächshäuser, Fahrzeuge, landwirtschaftliche Ausrüstung und Kulturen wurden zerstört.
Lior Katri erinnert sich:
„Einige Mitarbeiter konnten sich verstecken und überlebten. Doch die Farm wurde praktisch zerstört.“
Innerhalb eines Jahres bauten die Mitarbeiter die Anlage wieder auf.
„Jetzt blicken wir nach vorne. Wir wollen unsere Aktivitäten ausweiten und Dinge tun, die man hier noch nie gesehen hat.“
Mehr Sicherheit für die Landwirtschaft
Das neue Gewächshaus soll dazu beitragen, Anbauprozesse planbarer und unabhängiger zu machen.
Automatisierte Systeme können Arbeitsabläufe stabilisieren, den Ressourcenverbrauch senken und gleichzeitig die Qualität und Menge der Ernte verbessern.
Yoav Morag, einer der Mitbegründer des Projekts, erklärt:
„Landwirt zu sein bedeutet, unter Druck und Unsicherheit zu leben. Das Gewächshaus wird die besten Bedingungen für die Kulturen schaffen und diese Unsicherheit verringern.“
Ihre Unterstützung
Das Gewächshaus der Zukunft steht für weit mehr als technologische Innovation. Es stärkt die Landwirtschaft im Süden, schafft neue Perspektiven für die Region und hilft dabei, Israels Versorgung langfristig widerstandsfähiger zu machen.
Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie dabei, Forschung in konkrete Lösungen für die Landwirtschaft von morgen zu verwandeln.




