Zwischen Schutz und Zuversicht
Wenn am Abend des 25. September 2026 Sukkot beginnt, werden in Israel und in jüdischen Gemeinden weltweit wieder Laubhütten stehen. Schöne und schiefe, mühsam ausgestattete und von Kinderhand bemalte, große und kleine. Sie erinnern an die Wanderung der Israeliten durch die Wüste und zugleich an eine einfache Wahrheit: Nicht alles, was uns schützt, ist selbstverständlich.
Sukkot gehört zu den drei biblischen Wallfahrtsfesten und ist zugleich ein Erntefest. Acht Tage lang stehen die Sukka, das gemeinsame Essen und die Freude über das Gewachsene im Mittelpunkt. Gerade in diesem Jahr erhält diese Botschaft in Israel eine besondere Bedeutung.
Ein Fest, das von Schutz erzählt
Eine Sukka ist bewusst nicht für die Ewigkeit gebaut. Ihr Dach besteht aus Zweigen, durch die der Himmel sichtbar bleiben soll. Sie erinnert daran, wie verletzlich menschliches Leben sein kann – und daran, welchen Wert Gemeinschaft, Sicherheit und ein Ort haben, an dem Menschen zusammenkommen können.
Für viele Menschen in Israel sind diese Gedanken heute sehr konkret. Besonders im Norden stehen der Wiederaufbau von Gemeinden, die Rückkehr in den Alltag und die Verbesserung des Schutzes weiterhin im Mittelpunkt. Der KKL hat 2026 umfangreiche Investitionen für die Entwicklung Nordisraels beschlossen und unterstützt unter anderem Grenzgemeinden, Infrastruktur sowie zusätzliche Schutzmöglichkeiten.
Sukkot setzt dieser schwierigen Realität etwas entgegen: nicht indem das Erlebte vergessen wird, sondern indem Menschen wieder zusammenkommen, feiern und nach vorn schauen.
Natur als Ort der Gemeinschaft
Als Erntefest ist Sukkot eng mit Erde, Wasser und Natur verbunden – und damit auch mit der Arbeit des JNF-KKL.
In Israel werden die Wälder und Parks des KKL während der Feiertage erneut zu Begegnungsorten. Familien sind eingeladen, gemeinsam Zeit in der Natur zu verbringen, Oliven zu ernten oder an Veranstaltungen in Wäldern wie Ben Shemen und Biriya teilzunehmen. Auch in zahlreichen KKL-Wäldern im Norden, im Zentrum und im Süden stehen während Sukkot koschere Laubhütten für Besucher bereit.
Vielleicht liegt darin eine der stärksten Botschaften dieses Festes: Nach Zeiten der Unsicherheit braucht es Orte, an denen wieder Alltag entstehen kann. Wälder, Parks und Gemeinschaftsräume sind dabei mehr als schöne Landschaften. Sie schaffen Begegnung, Erholung und ein Stück Normalität.
Für den JNF-KKL bedeutet das, auch weiterhin dort anzupacken, wo Israel Unterstützung braucht – beim Schutz und Wiederaufbau von Gemeinden ebenso wie bei Aufforstung, Wasserprojekten, nachhaltiger Landwirtschaft und Bildungsarbeit.
Auch ein Blick in das KKL-Fotoarchiv zeigt, wie Sukkot in Israel über die Jahrzehnte hinweg gefeiert wurde. Die historischen Aufnahmen aus den 1950er- und 1960er-Jahren geben Einblicke in die Sukkot-Feierlichkeiten dieser Zeit.




Chag Sukkot Sameach!
Zum Laubhüttenfest wünschen wir Ihnen und Ihren Familien friedliche Feiertage, Gesundheit und viele gute Begegnungen.
Möge Sukkot 5787 ein Fest sein, das uns daran erinnert, wie viel Kraft aus Gemeinschaft wachsen kann – und wie wichtig es ist, das zu schützen und weiter aufzubauen, was Menschen Halt gibt.
Chag Sukkot Sameach!
