Infrastruktur

Für mehr Lebensqualität: Gemeinsam mit unseren Spendern bauen wir die Infrastruktur in Israel aus. Unsere Projekte bringen die Menschen voran. Ob Forschung, Bildung, Landwirtschaft oder Barrierefreiheit – gestalten Sie mit uns die Zukunft des Landes!

Von einer ausgebauten Infrastruktur, wie wir sie heute im modernen Staat Israel kennen, konnten viele Pioniere und Neueinwanderer zu Beginn des Zwanzigsten Jahrhunderts erst einmal nur träumen. Denn die in der Region erworbenen Landflächen waren leider nur im geologischen Sinne „steinreich“. Das galt auch für eine Vielzahl der vom Jüdischen Nationalfonds erstandenen Grundstücke, die in Theodor Herzls Vision die Grundlage für „eine Heimstätte des jüdischen Volkes“ schaffen sollten.

Den Boden für Israel bereiten

Bevor man in vielen Gebieten überhaupt darüber nachdenken konnte, Häuser zu errichten, Felder zu bestellen oder Straßen zu bauen, musste zunächst Tonne um Tonne Gestein zur Seite geräumt werden. Dabei sprechen wir hier nicht von Kieselsteinen: teilweise mussten mannshohe Felsbrocken bewegt und verräumt werden. Auch galt es viele landschaftliche Herausforderungen im Hinblick auf den Alltag zu bewältigen. Denn wie kann man ein Land, das zum großen Teil aus Wüste besteht, bewohnbar machen?

Der JNF-KKL leistete hier wichtige Pionierarbeit und schaffte mit seinen Unterstützern im wahrsten Sinne des Wortes einen fruchtbaren Boden. Geröll wurde abgetragen, die Flächen geebnet und mit Erde aufgefüllt. Doch auch jenseits der Wüste wartete viel Arbeit auf die neuen Einwanderer und den Jüdischen Nationalfonds: So wurden zum Beispiel auch Sumpfgebiete – Brutstätten unzähliger Malariamücken – trockengelegt und für die landwirtschaftliche Nutzung vorbereitet.

Während in Europa der Zweite Weltkrieg tobte, versuchten tausende Juden obgleich britischer Beschränkungen in das Mandatsgebiet Palästina zu fliehen. Der JNF-KKL wurde in dieser Zeit der größte Arbeitgeber vor Ort. Bei Israels Staatsgründung am 14. Mai 1948 besaß der Jüdische Nationalfonds rund 100.000 Hektar Land, hatte 230 Ortschaften errichtet und 5 Millionen Bäume gepflanzt. Trotz Staatsgründung – die den Landkauf zukünftig obsolet machte – blieb der Keren Kayemeth LeIsrael bestehen. Seine Verpflichtung war von nun an die Bewahrung und grüne Gestaltung des Landes. Im Hinblick auf die Infrastruktur packen wir selbstvertsändlich auch heute noch tatkräftig und nachhaltig mit an.

Tradition und Innovation verbinden

Beim Auf- und Ausbau der landwirtschaftlichen Infrastruktur in Israel setzt man zum einen auf Jahrtausende alte und bewährte Techniken, wie beispielsweise den Terrassenbau. In hügeligen Regionen ermöglicht das stufenweise Anlegen von Pflanzflächen auch heutzutage das optimale Ausnutzen von Quell- und Regenwasser. Zum anderen hat sich Israel seit der Staatsgründung zu einem wahren Innovationsmeister in Sachen Landwirtschaft gemausert: Automatische Bewässerungssysteme, Nutzbarmachung extrem salzhaltiger Böden und hochtechnisierte Gewächshäuser sind nur einige Beispiele dafür, wie es gelingt, auch unter schwierigen Bedingungen eine reiche Ernte einzufahren.

Israelisches Obst und Gemüse haben sich so zu einem Exportschlager von sehr hoher Qualität entwickelt. Aber auch die Aufzucht von Zierfischen und die Produktion von Schnittblumen gehören zu dem breiten Portfolio, das israelische Landwirte selbst in unwirtlichen Umgebungen wie der Arava-Senke anbieten können. Der JNF-KKL unterstützt die Bauern, Ingenieure und Kibbutzim tatkräftig dabei, neue Anlagen zu bauen, Zufahrtsstraßen zu schaffen und für eine nachhaltige Wasserwirtschaft zu sorgen.

An die Zukunft denken

Als Israels älteste grüne Organisation schafft der Jüdische Nationalfonds natürlich auch Infrastruktur für die Zukunft. Themen wie Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien und zukünftiger Wohnraum sind angesichts der sich wandelnden Demografie- und Klimaverhältnisse nicht nur in Israel eine Herausforderung.

Deshalb unterstützt der JNF-KKL ambitionierte Initiativen, die sich diesen Herausforderungen stellen und fördert den Wissensaustausch zwischen verschiedenen Akteuren. Dafür stellen wir Räume zur Verfügung, bauen Bildungseinrichtungen aus und errichten Forschungsstationen. Ein Beispiel für das Engagement in diesem Bereich ist das Arava-Wissenschaftszentrum für erneuerbare Energien bei Yotvata. Dort setzt man sich intensiv mit den Möglichkeiten der Solarenergie auseinander. Diese bietet nicht nur das Potential, die ganze Region der Arava-Senke energieunabhängig und frei von Treibstoff- und CO₂ -Emissionen zu machen. Neue Energiekonzepte wie Photovoltaik sorgen zudem für eine Aufwertung des Arbeitsmarktes und unterstützen damit die strukturelle Entwicklung peripherer Gebiete.

Die Randgebiete jenseits der großen Stadtzentren zu entwickeln und somit Arbeitsplätze und Wohn- und Lebensmöglichkeiten in der Peripherie zu schaffen, ist eine der großen Aufgaben, denen sich der Jüdische Nationalfonds in den kommenden Jahrzehnten widmen wird. Die breit angelegte Initiative „Israel 2040 – auf dem Weg zum Land von morgen“ beinhaltet eine Vielzahl von Infrastrukturprojekten, an denen sich der JNF-KKL mit Know-how und Tatkraft beteiligt.

Gemeinsam wachsen

Um die Zukunft Israels lebenswert und nachhaltig zu gestalten, widmet sich der Jüdische Nationalfonds insbesondere auch den Generationen, die im wortwörtlichen Sinne noch in den Kinderschuhen stecken.

Im Bereich der sozialen Infrastruktur sorgen wir für Spiel- und Freizeitmöglichkeiten, die sowohl den klimatischen Bedingungen als auch der Diversität im Land gerecht werden. Die Beschattung von Spielplätzen gehört dabei zum Beispiel ebenso zu unseren Projekten wie deren barrierefreie und inklusive Gestaltung.

Im Team mit der Natur

In Kooperation mit anderen Institutionen, wie etwa dem Aleh-Netzwerk oder dem Jugenddorf Nahalat Yehuda, versuchen wir Umgebungen zu schaffen, in denen sich jedes Kind optimal entfalten und seine Potentiale entwickeln kann. Da wir uns „natürlich“ für Israel einsetzen, steht dabei die Naturerfahrung und Umweltbildung ganz oben auf der Agenda. Der JNF-KKl sorgt mit seinen Bildungseinrichtungen, Veranstaltungen und Projekten dafür, dass Kinder und Jugendliche im Team mit der Natur (auf)wachsen können. Denn so werden sie selbst zu grünen Gestaltern der Zukunft und entwickeln Veranwortungsbewusstsein für die schützenswerte Tier- und Pflanzenwelt.

Wege finden und Brücken bauen

Damit auch wirklich alle Bewohner und Besucher Israels die beeindruckende Flora und Fauna erleben und die Natur genießen können, ist Barrierefreiheit ein großes Thema unserer Projekte. Deshalb versuchen wir auch gemeinsam mit unseren Spendern – im wahrsten Sinne des Wortes – neue Wege zu finden: Wie kann man Erlebnispfade durch Wälder auch für Rollstuhlfahrer und Sehbehinderte sicher und interessant gestalten? Welche Eigenschaften müssen Radwege besitzen, damit sie auch für Handbikes, Anhänger und Liegeräder geeignet sind? Wie schafft man es, Ausstellungen und Infomaterial mit allen Sinnen erfahrbar zu machen? All diese Fragen stellen wir uns, wenn es darum geht, die Infrastruktur in Israel aus- und Vorurteile abzubauen.

Bauen Sie mit? Hier können Sie die Zukunft Israels mitgestalten: