Tu Bischwat 5780

Feiern wir die Natur – pflanzen wir Bäume!

Anfang des kalendarischen Jahres, wenn es bei uns noch winterlich kalt und grau ist, steht in Israel ein Festtag an, der alle Sinne erfreut: Tu Bischwat, das sogenannte „Neujahrsfest der Bäume“.  

Denn in Israel ist die Natur schon jetzt besonders schön, nach den zumeist regenreichen Monaten Tischrej und Schwat. Überall blühen die Bäume, und sattes Grün überzieht die Landschaft. Blumen in den prächtigsten Farben sprießen aus dem Boden, und alle Pflanzen wachsen und gedeihen.   

Dieser Anblick bewegte die Kabbalisten im 16. Jahrhundert so stark, dass sie anordneten, dem Schöpfer und der Natur gegenüber Dankbarkeit und Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen. Dies sollte alljährlich an einem bestimmten Tag erfolgen. Ausgewählt wurde dafür der 15. des Monats Schwat (15 heißt auf hebräisch „Tu“) – daher der Name Tu Bischwat.

Die Würdigung der Wunder der Natur, speziell der Bedeutung der Bäume mit all ihren Wohltaten für die Menschen, soll in einer symbolischen Abfolge von statten gehen – dem „Seder“ (hebräisch für Ordnung). An Tu Bischwat verzehren wir dieser Ordnung zufolge die unterschiedlichsten Gaben der Natur: Früchte mit einer nicht essbaren Schale, Früchte mit einem nicht essbaren Kern und gänzlich essbare Früchte. Häufig werden dabei die Sieben Arten aus der Torah einbezogen. Es steht geschrieben:

„Ein Land des Weizens und der Gerste und des Weinstocks und des Feigenbaumes und des Granatapfels, ein Land der Olive und des Honigs.“ (Dwarim 8,8)

Schöne Tradition: Bäume pflanzen zu Tu Bischwat

Um speziell auch die Bäume mit ihren vielfältigen Gaben für den Menschen zu ehren, regte der Gelehrte Zeev Jabetz Ende des 19. Jahrhunderts an, zu Tu Bischwat in Israel Bäume zu pflanzen. Dieser Brauch besteht bis heute, und in Israel gibt es kaum ein Kind, das nicht schon mindestens einen Baum in seinem/ihrem Land mit den eigenen Händen gepflanzt hat.

Und ist es nicht auch für uns hier in Deutschland ein schöner Gedanke, der Natur in Eretz Israel mit einer Baumpflanzung die Ehre zu erweisen? Mit dem JNF-KKL können Sie aktiv dazu beitragen, das segensreiche Wachstum zu unterstützen und das Land weiter zu begrünen.

Nach dem Waldbrand: Bäume für Ben Shemen zu Tu Bischwat

Besonders ein von starken Bränden heimgesuchter Wald hat dieses Jahr jede Hilfe nötig.

Zu diesem Tu Bischwat 5780 möchten wir Sie daher auf unser spezielles Projekt hinweisen, für das wir Ihre Baumspende besonders zu schätzen wissen: die Regeneration des brandgeschädigten Ben Shemen Waldes in Zentralisrael. Durch tagelang wütende Feuer wurden große Teile wertvoller Waldfläche zerstört. Der Ben Shemen Wald ist eines der ältesten Aufforstungsprojekte des JNF-KKL und hat für Israels dicht besiedelte Mitte eine hohe reale und auch symbolische Bedeutung. Helfen Sie uns, die Brandschäden zu beheben und diesen historischen Wald wieder aufzuforsten! Toda raba!